pax christi Wallfahrt 2026
08. Jul 2026
Die Anfänge von pax christi waren geprägt von großen Friedenswallfahrten.
In dieser Tradition veranstaltet unser Diözesanverband schon seit vielen Jahren meist im Juli eine Wallfahrt im Bistumsgebiet.
Dem Alter der Teilnehmenden
geschuldet, sind mit den Jahren die Wallfahrtswege immer kürzer geworden.
Weiterhin fester Bestandteil unserer Wallfahrten bleibt der inhaltliche Teil:
Statio und Gottesdienst zum Nachdenken, Singen und Beten.
Am 4. Juli waren wir unterwegs in Freising, der zweite Ort, nachdem unser Bistum benannt wurde und in dem sich seit vielen Jahren eine pax christi Gruppe erfolgreich engagiert und diesmal auch aktiv an unserer Wallfahrt teilgenommen hat.
Von der Wieskirche zur Hochstiftskirche, ein kurzer Weg von einem kleinen zu einem großen Gotteshaus.
Unser Dank gilt dem Sprecher der Freisinger pax christi Gruppe, Ernst Fischer, der uns sehr informativ in die Geschichte der beiden sehenswerten Rokokokirchen einführte.
Hab Mut, steh auf, dazu ermutigt uns Papst Leo in seiner ersten Enzyklika Magnifica Humanitas, insbesondere im 5. Kapitel (siehe hierzu S.10 und 11 in dieser Ausgabe)
Unter der Überschrift: „Die Kultur der Macht und die Zivilisation der Liebe“ setzt sich der Papst mit der derzeitigen weltweiten politischen Situation auseinander und hält mit den Mitteln der Gewaltlosigkeit dagegen, wie Frieden und Gerechtigkeit aufgebaut werden können.
In den Stationen und im Abschlussgottesdienst haben wir
uns mit einigen Ausführungen von Leo XIV zu Frieden und Gerechtigkeit auseinandergesetzt.
Seine Aufforderung, dass jede und jeder zu einer friedlicheren Welt beitragen
kann, ja sogar muss, hat uns. trotz vieler Widerstände von Kirche und Staat,
bestätigt und gestärkt in unserem Engagement in der Friedensbewegung pax
christi.
Über die
Heilung eines Blinden bei Jericho berichtet
der Evangelist Markus im Kapitel 10, Vers 46–52. Nachdem der
Bettler Bartimäus Jesus gebeten hatte, ihn zu heilen, riefen die Jünger dem
Blinden zu: “Hab Mut, steh auf“ Diesem Ruf folgend, konnte Bartimäus daraufhin sehen und Jesus sprach: „Dein Glaube hat Dir geholfen.“
Bezugnehmend auf diese Worte im Markusevangelium betonte im Gottesdienst Pfarrer
Charles Borg-Manché, dass das Böse überwunden werden kann in einem festen Glauben
an das Gute. Daraus ergibt sich, so Borg-Manché,
unsere Verpflichtung, das Leid der anderen zu sehen und zu handeln, so wie es
Papst Leo in Magnifica Humanitas ausgeführt hat.
Die jeweils erste Enzyklika eines Papstes wird auch
gerne als seine Regierungserklärung verstanden.
Die Enzyklika von Leo XIV ist mehr als nur ein päpstliches Lehrschreiben über
den Umgang mit der künstlichen Intelligenz.
Tragen wir mit dazu bei, dass das derzeit große Interesse an der von dem Papst
am Pfingstmontag vorgestellte Enzyklika weiter anhält.
Diese Wallfahrt der kleinen Wege und der großen Worte fand ihren Abschluss, passend an diesem schönen Sommertag, beim Italiener auf dem Gelände des ehemaligen Prämonstratenserklosters Neustift.
Gabriele Hilz