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Kann es Sicherheit durch Militarisierung geben?

06. Apr 2026

Zu diesem sehr aktuellen Thema referierte Clemens Ronnefeldt aus Freising im Pfarrheim von St. Vinzenz, Klettham.

„Frieden stiften hat nichts mit Naivität zu tun“, zitierte Ronnefeldt den einstigen schwedischen Politiker Olof Palme, bekannt für seine Bemühungen um Abrüstung. Gerade jetzt sei es wichtig, dass Deutschland in der Ukraine und im Nahen Osten alles versuchen sollte, um mit friedlichen, diplomatischen Mitteln zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln.

Für Ronnefeldt ist die Stärkung von Friedensorganisationen ein konkreter Beitrag zum Schutz unserer Demokratie. Dazu gehöre eine respektvolle Debattenkultur zu schaffen, den Dialog mit Andersdenkenden suchen und den Menschen helfen, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind.“

Daneben können auch Städtepartnerschaften oder private Hilfstransporte in Krisengebiete zu einer besseren Verständigung beitragen.

Abseits jeder militärischen Intervention gelte es, auch für die Kirchen in Deutschland, „den Mächtigen ins Gewissen zu reden“. Die Zivilgesellschaft müsse sich gegen Rüstungsexporte in Kriegsgebiete wehren und eine mögliche Wehrpflicht sehr kritisch zu sehen.

Auch solle sich jeder sehr bewusst mit Nachrichten aus den Kriegen auseinandersetzen. Zu Kriegszeiten würden viele verwirrende, falsche Informationen verbreitet. Am Beispiel des Iran-Konflikts zeigte er Bilder aus den Medien, die vor vielen Jahren bei Straßenkämpfen in Griechenland entstanden seien. Und er relativierte die Einstellung zu Israel: Staaträson hin oder her, wir haben auch die Pflicht, die Existenz des palästinensischen Volkes zu achten, so Ronnefeldt.


aus einem Artikel von Friedbert Holz im Merkur.
Titelbild: Hintergründe zu Kriegen erläuterte Clemens Ronnefeldt beim Vortrag in Pfarrkeim St. Vinzenz. © Friedbert Holz